Die Freisetzung industrieller Abgase in die Atmosphäre beeinträchtigt die Luftqualität und führt zu Umweltproblemen wie saurem Regen und photochemischem Smog. Gleichzeitig gelangen giftige und schädliche Substanzen durch atmosphärische Sedimentation in Boden und Wasser, was zu Boden- und Wasserverschmutzung, Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts, Verringerung der Artenvielfalt und globaler Erwärmung führt und eine Reihe von Klimaproblemen auslöst.
Industrieabgase lassen sich im Wesentlichen in zwei Kategorien unterteilen: organische und anorganische Abgase. Zu den organischen Abgasen zählen vor allem verschiedene Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, Säuren, Ketone und Amine. Anorganische Abgase umfassen hauptsächlich Schwefeloxide, Stickoxide, Kohlenoxide, Halogene und deren Verbindungen.
Bestimmte Branchen wie die Eisen- und Stahlindustrie, die chemische Industrie, die Energie- und die Baustoffindustrie produzieren Industrieabgase mit spezifischen Eigenschaften. Diese lassen sich nach Produktkategorien unterteilen, beispielsweise in Kokereiabgase, Schwefelsäureabgase und Abgase von Wärmekraftwerken. Die Industrieabgasbehandlung dient der Vorbehandlung der in Fabriken und Werkstätten entstehenden Abgase vor der Einleitung in die Umwelt, um die nationalen Emissionsnormen zu erfüllen. Zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit müssen Industrieabgase vor der Einleitung behandelt werden.
Es gibt zwei Hauptverfahren zur Denitrifikation von Industrieabgasen: das Trockenverfahren und das Nassverfahren. Das Trockenverfahren umfasst hauptsächlich die selektive katalytische Reduktion von Rauchgasen.Gasdenitrierung (SCR)und selektiver nichtkatalytischer Reduktionsdenitrierung, während das Nassverfahren verschiedene Durchführungsmethoden aufweist.
Die selektive katalytische Reduktion (SCR) ist derzeit die ausgereifteste Technologie zur Rauchgasentstickung. Sie wurde Ende der 1960er und in den 1970er Jahren in Japan entwickelt und erstmals eingesetzt. Bei der SCR reagiert ein Reduktionsmittel (wie Ammoniak oder Harnstoff) selektiv mit Stickoxiden (NOx) in Gegenwart eines Metallkatalysators zu unschädlichem Stickstoff und Wasserdampf. Zu den Vorteilen dieses Verfahrens zählen die hohe Entstickungseffizienz, der Verzicht auf Abwasser und dessen Behandlung sowie die geringe Gefahr von Sekundärverschmutzung.
Die SCR-Denitrifikationstechnologie kann NOx-Emissionen wirksam reduzieren und trägt positiv zur Verbesserung der Luftqualität bei. Sie bietet eine effiziente und umweltfreundliche Lösung für die industrielle Abgasreinigung und spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.
Veröffentlichungsdatum: 06.11.2023
